2. Konzertreise nach Frankreich

 

Ermutigt durch den Erfolg 1982 in Spanien, entschloss sich der Verein schon zwei Jahre später im Juni 1984 ~r zweiten Auslandsreise nach Frankreich. In Abwandlung eines Busch-Zitates möchte ich sagen: »Hoch ist hier Herr Walz zu loben«, denn er war es, der die Reiseleitung für diesen schönen und interessanten Frankreichbesuch übernahm und exzellent durchführte. Gleichzeitig wurde diese 9tägige Reise in Anlehnung an die engen Partnerschaftsbeziehungen mit einem Besuch in Quinsac verbunden. (Die brillanten Berichte von Helga Jacob sind Grundlage dieser Reisebeschreibungen.) Beeindruckend war der Besuch der Loire- Schlösser Chambord und Chenonseaux.

Nach der ersten Übernachtung in Bordeaux erwartete uns am Pfingstsonntagmorgen ein herzlicher Empfang in Quinsac. Der Mitgestaltung unseres Chores bei der Messe wurde mit anhaltendem Applaus belohnt. Abends gaben wir unser erstes Konzert in der vollbesetzten Kirche von Quinsac. Ausklang des wunderschönen, erlebnisreichen Tages war der anschließende Sektempfang im Park von Bürgermeister Dr. Masse.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung von Bordeaux unter Führung von Bürger- meister i. R. Roger Amiel auf dem Programm. Unser nächstes Konzert fand schon um 18.00 Uhr in St. Macaire - 50 km südöstlich von Bordeaux - statt. In der Kirche St. Sauveur sangen wir, begleitet von unseren Freunden aus Quinsac, die als Zuhörer gekommen waren. Ein Empfang auf dem Rathaus mit obligatem Ehrenwein schloss sich an.

 

Den Tag darauf hatten wir »frei«. Ein Ausflug zur Silberküste Frankreichs - Cap Arcachon und der mächtigen Düne von Pilat bei strahlendem Sonnenschein war ein weiterer Höhepunkt der Reise.

 

Mittwochs führten wir unsere Tour de France fort nach Soulac sur Mer, nicht ohne uns vorher noch in unserer Partnergemeinde Quinsac zu verabschieden. In der Basilika von Soulac fanden wir optimale akustische Bedingungen für unser sehr gut besuchtes Konzert vor. Mit diesem eröffneten wir übrigens das Festival der Musik, das Veranstaltungen bis zum Herbst vorsah.

Unser Dirigent strahlte zufrieden und wie bei jedem Auftritt sprach unser Bürgermeister erklärende Worte in beiden Sprachen. Im Paradies der Loire, in St. Saturnin sur Loire begrüßte uns die liebenswerte und charmante Frau Bürgermeisterin Drouet und ihr Gemeinderat. Sie hatte anscheinend das ganze Dorf mobilisiert um uns die Stunden in Saturnin unvergesslich zu machen. Wir dankten mit einem Serenadenkonzert und einem extra einstudierten französischen Chanson. Herr Walz lädt die Gastgeber nach Steinenbronn ein. »Sind Sie nicht so leichtsinnig« entgegnete Madame, »Wir kommen bestimmt!« So war es auch, wie die Abbildung beweist, Herzlich empfangen wurden wir auch in Chateau-Gontier. Nach einer interessanten Stadtbesichtigung sangen wir in der Kirche von Az6 nicht ohne vorher mit raffinierten Köstlichkeiten der französischen Küche verwöhnt zu werden. Am Abend dann zum letzten Mal ein offizieller Empfang im großen Sitzungssaal des Rathauses in sehr freundschaftlicher Atmosphäre.

Bürgermeister Jean Arthuis dankte uns für das »fantastische Konzert«. Zur Überraschung unseres Bürgermeisters überreichte ihm sein Amtskollege eine Medaille für die »Stadt Steinenbronn«.

 

Samstags mussten wir dann endgültig Abschied von Frankreich nehmen. Mit dem Besuch in der Kathedrale von Chartres und kurzem Chorkonzert fuhren wir nonstop nach Steinenbronn. Die vielen herrlichen Erlebnisse haben sich tief und unvergesslich eingeprägt. Für unsere Chorarbeit mit unserem Dirigenten Dr. Helmut Schühle war diese Konzertreise ein bedeutender Fortschritt.

 

Aus der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum