Jahresausflug des Liederkranzes nach Nürnberg und Regensburg 10. – 11. Oktober 2015

Im Gegensatz zu unserem letzten Ausflug, bei dem das Orgateam die „Gezeiten“ verwechselte und für 30 Minuten Verspätung sorgte, begaben wir uns pünktlich um 7.00 Uhr in Armins Bushände, welcher ab und an mit den Tücken eines Navigationssystems kämpfte.

Das Schöne an unseren Ausfahrten ist gleich zu Beginn die Fürsorge um unser Wohlbefinden. Dank Frau Durschteles Bordservice und Karins erheiternden Busgeschichten erlebten 50 Sängerinnen und Sänger einen herrlichen Start ins Wochenende.

Die erste Rast im Hohenlohischen bescherte uns ein reichhaltiges Büffet mit obligatorischen Landjägern und für die Veganer und diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt noch dachten, so eine Reise hinterlasse keine Spuren…, in mühevoller Kleinarbeit geschnittene Gemüsesticks sowie regionale Obstsorten in fester und flüssiger Form.

Textlich kreatives Liedgut von der Bordanimation forderte nicht nur die Schwellkörper der Stimmbänder sondern auch unsere Dicht- und Reimkunst heraus.

In Nürnberg angekommen wurden wir im Rahmen einer sehr interessanten Stadtführung mit der historischen Vergangenheit und den damit verbundenen Sehenswürdigkeiten vertraut gemacht. Die Lebkuchenmetropole duftete köstlich rund um den Hauptmarkt nach Zuckergebäck und sorgte für erste adventliche Stimmung.

Einige von uns kehrten mit prallgefüllten Taschen voller Leckereien zurück und hatten Mühe, ihre Mitbringsel zu verteidigen, dass diese auch am Sonntag die Heimat erreichen.

Gespannt darauf, welche Überraschung uns am Abend erwarten würde, setzten wir unsere Fahrt fort in Richtung Regensburg. Husch husch ab ins Hotelzimmer, umziehen/verkleiden und weiter geht’s.

Und es wurde uns so richtig etwas geboten.

Als Highlight erwartete uns am Abend eine 7-gängige mittelalterliche Gaumenfreude samt Trunk, Spielmann und Minnesänger, der mit seinem breiten Repertoire die Stimmung im Gewölbe zum Kochen brachte. Wir machten uns vertraut mit den Tischregularien wie dem Umhängen des Maultuchs, der Giftprobe und dem Trank aus dem Methorn uvm.

Abwechselnd mit einem Nürnberger Chor lieferten wir uns Gesangseinlagen und schlossen diesen Abend ab mit unserem Lied „Weit, weit weg“, welches  für atemlose Stille sorgte und uns auf die Nacht einstimmte.

Am anderen Morgen wanderten wir im Rahmen einer hochinteressanten Stadtführung auf römischen Pfaden und tauchten in den historische Stadtkern Regensburgs ein. Als größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands und über 1.000 geschützten Denkmälern wurde die Regensburger Altstadt mitsamt Stadtamthof von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Wir setzten unsere Reise fort nach Kelheim. Dort errichtete König Ludwig I eine Gedenkstätte mit beeindruckender Architektur als Mahnmal für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen.

Der Blick ins Innere beim Anblick der Siegesgöttinnen sowie eine grandiose Akustik versetzte uns in Staunen. Mit leichter Verzögerung und leider irreführendem Busnavigationssystem hatten wir die Gelegenheit, auch die abgelegendsten Dörfer der Oberpfalz kennenzulernen.

Den Schlusspunkt unserer Reise setzten wir mit dem Besuch des Klosters Weltenburg. In der Klosterkirche der Abtei St. Georgen in Weltenburg sangen wir ein „Vater unser“ und „Herr Deine Güte“ bevor wir uns bei einem süffigen Klosterbier und einer zünftigen Brotzeit für die Heimfahrt stärkten.

Zwei wunderschöne Tage neigten sich dem Ende. Dass uns diese noch ganz lange in guter Erinnerung bleiben, verdanken wir unserem Orgateam Ute Grobelnik und Christiane von Scholley, die im Vorfeld und währenddessen alles dafür taten, dass wir uns wohlfühlen. DANKE an Euch!

(MK)