Drei Dirigenten, zwei Chöre und ein Orchester!

               Zwei Sinfoniekonzerte von ziemlich besten Freunden!

Das erste Konzert am Sonntag den 19. Juli in Esslingen war eine erstklassige Aufführung der Sinfoniekonzerte der ziemlich besten Freunde (Kammerphilharmonie der Uni Stuttgart, Voices Esslingen, Liederkranz Steinenbronn).

Angefangen mit der "Sinfonie Nr. 1E-Dur op. 26" von Alexander Scriabin spannte sich ein vielseitiger musikalischer Bogen über a cappella Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy und das "Te Deum" für Sopran, Tenor, gemischten Chor und Orchester von Georges Bizet bis hin zu Händels "Halleluja" aus dem Messias Oratorium.

Ein das Publikum begeisterndes Programm, das zum Teil einst bei den Uraufführungen Reaktionen hervorgerufen hat, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Bei der Uraufführung von Scriabin`s "Sinfonie Nr. 1E-Dur op. 26" im Jahr 1901 wurde nämlich die Sinfonie vom Publikum und den Kritikern weitgehend abgelehnt. Unverständlich, wenn man die tolle Aufführung am 19. Juli in Esslingen hat miterleben dürfen.

Nach der Pause boten die beiden Chöre mit ihren über 100 Sängerinnen und Sängern a capella zwei Mendelson Motetten dar. Das Paradestück "Jauchzet dem Herrn alle Welt" und die ebenfalls 8stimmige a capella Version von "Denn er hat seinen Engeln befohlen" - wunderschön!

Das "Te Deum" wurde von Georges Bizet im Alter von knapp 20 Jahren komponiert und zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt. Es gilt als sein einzig nennenswertes kirchenmusikalisches Werk, welches an diesem Abend von den über 150 Musikern sehr eindrucksvoll dargeboten wurde.

An vielen Orten der Welt ist es Brauch, dass das Publikum für die Aufführung des "Halleluja" von Händel aufsteht. Die Legende sagt, dass beim ersten Hören des Chors König Georg II. so ergriffen wurde, dass er aufsprang, was alle anderen dazu veranlasste, seinem Beispiel zu folgen. Und das, obwohl dieses Oratorium als gotteslästerlich angekündigt wurde. Bei der Aufführung der ziemlich besten Freunde stand das Publikum vor Begeisterung zum Schluss ebenfalls!

Glücklich ist der, der am 26. Juli die Gelegenheit nutzen kann dieses grandiose Konzert nocheinmal miterleben zu dürfen (K.L.).

                                  Es gibt noch wenige Karten an der Abendkasse!