Konzertreise nach Wien 22. – 26. Mai 2013

Mittwoch, 22. Mai 2013 - WIEN WIR KOMMEN

Während im Steinenbronner Spitzäckerweg andere Weckphasen gelten (vermutlich Winterzeit), herrscht bereits geschäftiges Treiben bei den wartenden Sängern, Sängerinnen sowie Freunden vor und in unserem Doppeldeckerbus.

Das anfangs schlechte Raumklima im Obergeschoss des Busses konnte schnell von wohlduftenden selbstgemachten regionalen Likörvarianten umgewandelt werden.

An der 1. Rasthaltestelle wurden wir verwöhnt von einem 5-köpfigen Catering-Team. Der gedeckte Tisch ließ keine Wünsche offen. Wir ernteten neidische Blicke von den umliegenden Rastplatzbesuchern. Die zweite (Kaffee)Pause war nicht minder abwechslungsreich, die Naschmünder wurden mit wahrer Backkunst bezuckert. Ein großes Dankeschön an Ute, Monika, Gabi, Gisela und Doris.

In Wien angekommen (bei unglaublichem Sonnenschein) begrüßte uns der Wirt des  Heurigen „Im Chadim“ gleich mit den Worten „Servus die Madl`n, Servus die Buam“ – wie schmeichelnd. Es sollte nicht der letzte Besuch dort gewesen sein.

Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel ließen wir den Abend ausklingen, denn der nächste Tag wartete auf mit einem vollen Programm.

Donnerstag, 23. Mai 2013 – WIEN WIR KOMMEN

Kasernenartiger Weckruf um 6.15 Uhr, einen Happen Frühstück und dann tauchen wir endlich ein in die Wiener City. Bereits während unserer Stadtrundfahrt bekamen wir einen ersten Eindruck von der Vielfalt Wiens. Beim anschließenden „Freigang“ streiften wir sowohl Kulturelles als auch Genüssliches wie den „Naschmarkt“ mit all seinen Verführungen.

Am Nachmittag ging es wieder zurück ins Hotel, um uns auf das anstehende Konzert am Abend vorzubereiten.

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass sich dieser Abend zu einem unvergesslichen Ereignis entwickeln würde. Nach anfänglichen Organisationsschwierigkeiten seitens des Veranstalters wurden unsere Nerven auf das Äußerste geprüft. Denn die strengen örtlichen Regularien ließen keinerlei Improvisation zu. Unsere starke Chormannschaft hatte auf der vorhandenen Bühne nicht genügend Platz, sodass wir uns ganz schwäbischem Eifer entsprechend ausrichten wollten. Doch weit gefehlt! Das Verrücken des Flügels löste einen Kettenanruf beim vorhandenen Orga-Team aus. Wir fühlten uns wie auf einem anderen Stern. Die Motivation sank in Richtung „0“-Punkt.  Dank Patricks Feingefühl  und Motivationsgeschick gelang uns die Wende.

Gemeinsam mit unserem Gastchor „Curiositas“ gestalten wir den Abend und ernteten großen Applaus mit einer umfangreichen Programm-Mischung aus Stammchor und Seven Eleven 44. Das gemeinsame Abschlusslied „Va, pensiero“ aus Verdis Oper Nabucco hatte Gänsehaut-Feeling.

Voller Freude über den doch noch guten Ausgang stimmten wir ein mit einem freudigen „Prosit der Gemütlichkeit“ und zack gingen die Saallichter aus.

 „Da hat der Schwabe ganz patent
 den Flügel von der Bühne verdrängt.

Der Saalteufel kam gleich angeschossen
und hat ihn wieder abgeschlossen.

Wollten sie uns etwa testen?
Ja wer zuletzt lacht, lacht am besten!

Denn sie werden uns verfluchen und noch lange nach dem Schlüssel suchen…..“

Konzertankündiung

Freitag, 24. Mai 2013 – Der Ausflugtag

Fahrt zur burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt. Klein aber fein, so hat die ehemalige Residenzstadt der Fürsten Esterházy seinen Besuchern eine Menge zu bieten.

Bei einer ausführlichen Stadtführung erfuhren wir sehr viel über Joseph Haydn, der ab 1761 dort den Großteil seiner Werke schrieb. Seine Musik inspiriert und berührt uns auf besondere Weise.

Über Rust und einer schönen Einkehr in der Alten Schmiede setzten wir unseren Ausflugstag fort mit einer Schiffsfahrt auf dem Neusiedlersee, ein Naturparadies für Wassersportler und einzigartiges Naturreservat . Bei einer schönen Kutschfahrt erlebten wir das beindruckende Naturschauspiel.

Mit vielen Eindrücken kehrten wir in unser Hotel zurück und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Samstag, 25. Mai 2013 – Wien wir kommen!

Zeit zum Relaxen oder nach dem Motto: möge jeder tun und lassen was im guttut.

Während ein Großteil der Gruppe das Schloss Schönbrunn und dessen traumhafte Gartenanlagen bewunderten, besichtigten die anderen die Sehenswürdigkeiten, die auf der Stadtrundfahrt nur gestreift werden konnten.

Und innerlich tickte die Uhr für den bevorstehenden Auftritt bei der Mitgestaltung des Gottesdienstes in der Kirche Leopoldau. Wir sagen Danke, dass wir diese Kirche mit ihrer herrlichen Akustik mit unserem Gesang füllen durften.

Konzertankündigung

Eigentlich war nun Feiern angesagt in einem bekannten Heurigen. Leider wurden wir zur verfrühten Abfahrt aufgefordert, da unser Bus das Neon-Werbebanner des Heurigen verdeckte – unglaublich aber wahr. Wir ließen uns die Freude nicht nehmen und feierten bis in die frühen Morgenstunden dank einer gutbestückten Hotelbar und einem Servicemann, der mit unserer Feierlaune gut umgehen konnte.

Sonntag, 26. Mai 2013 – Wien wir müssen scheiden!

Unsere Heimfahrt verlief deutlich geräuschloser als die Hinfahrt. Wir blicken zurück auf fünf traumhafte Tage, zwei erfolgreich absolvierte Konzerte, ein schönes  Ausflugsprogramm, einen sternemäßigen Bordservice des Catering Teams, Monikas heiteren Bus- Geschichten und einem zuverlässigen Busfahrerteam. Nicht zuletzt bedankt sich der gesamte Chor bei allen Mitreisenden, welche uns durch ihren Beifall stets motivierend zur Seite standen.

Was nehmen wir mit? Der Lohn unserer Proben hat sich ausgezahlt, denn Musik verbindet Menschen in alle Richtungen, ob als Sänger oder Zuhörer. Lieber Peter, liebe Monika vielen Dank für die hervorragende Organisation; wir alle wissen, wie viel Arbeit hier drin steckt. Ein großer Dank geht ebenso an unseren Chorleiter Patrick Bopp. Wir sind stolz und dankbar, dass wir mit Dir Höhenflüge erleben dürfen.

M.K.